Die Geographie Italiens

Die italienische Halbinsel, die einem Stiefel recht ähnlich sieht, ist ein charakteristisches Merkmal der italienischen Geographie. Außer dieser Halbinsel gibt es noch zahlreiche kleinere und größere Inseln, wie zum Beispiel Sizilien, Sardinien oder Capri. Italien grenzt an Frankreich, die Schweiz, Österreich, Slowenien, San Marino und den Vatikan.

Das Festland ist gezeichnet durch die Alpen und das Apenninen-Gebirge. Während die Alpen nur die nördlichen Regionen bedecken, so zieht sich der Apennin quer von Nord nach Süd nahezu über die gesamte Halbinsel. Der höchste Berg Italiens ist ein Nebengipfel des Mont Blanc, der sich 4748 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Der Gran Paradiso ist der höchste Punkt des Landes, der sich vollständig auf eigenem Hoheitsgebiet befindet. Die Ostküste des Landes grenzt an die Adria, die Westküste an die Italienische Riviera und den Golf von Neapel.

Italien verfügt über mehrere Seen, vor Allem am südlichen Rand der Alpen. Dort befinden sich der Gardasee, der Lago Maggiore und der Comer See. In Mittelitalien befinden sich der Lago di Bolsena und der Lago Trasimeno.

Geologisch gesehen ist das italienische Staatsgebiet sehr aktiv. Regelmäßig kommt es zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Auf der Insel Stromboli befindet sich der gleichnamige Vulkan, der Ätna liegt auf Sizilien. Der wohl gefährlichste und einzige aktive Vulkan auf dem europäischen Festland ist jedoch der Vesuv, der sich ganz in der Nähe der Millionenstadt Neapel befindet. Bereits vor 2000 Jahren fielen tausende Bewohner von Pompeij, Herculaneum und Oplontis dem Vulkan zum Opfer. Ein erneuter Ausbruch könnte jedoch weitaus verheerendere Folgen für die Bewohner Neapels und Süditaliens haben. Ebenso verloren in der Vergangenheit viele Menschen durch Erdbeben Hab und Gut oder sogar ihr Leben. Das letzte verheerende Erdbeben ereignete sich im April 2009 in der Provinz L'Aquila, welches 299 Menschenleben forderte und knapp 15.000 Gebäude zerstörte. Das schwerste Erdbeben der Geschichte von Messina und Reggio Calabria im Jahre 1908 kostete mehr als 125.000 Menschen das Leben.