Die Politik in Italien

Italien ist, wie die meisten Staaten Europas, eine parlamentarische Demokratie. Der Staatspräsident ist das Oberhaupt des italienischen Staates und hat im Prinzip die gleichen Aufgaben wie der Bundespräsident. Anders als in Deutschland jedoch besteht das Parlament aus zwei verschiedenen Kammern, den Abgeordneten und dem Senat. Beide werden vom Volk für 5 Jahre gewählt und sind gleichberechtigt in der Gesetzgebung. Es gibt auch Senatoren auf Lebenszeit, welche vom Staatspräsident nach besonderen Verdiensten ernannt werden können. Der Regierungschef Italiens wird auch Ministerpräsident genannt und ist derzeit zum wiederholten Male der Milliardär Silvio Berlusconi. Generell hat Berlusconi (Mitte-rechts) im Süden einen großen Rückhalt, wohingegen die meisten Arbeiter in der Industriestädten des Nordens, wie in Turin (Fiat, Alfa Romeo), zum wählen einer linken, sozialdemokratischen Partei tendieren.

Ähnlich wie in Deutschland verfügt auch Italien über 20 verschiedene Regionen, sozusagen Bundesländer, welche ihre eigene Regierung haben. Fünf Staaten wird hierbei eine besonders große Autonomie gewährt (Südtirol, Friuli-Venezia Giulia, Aostatal, Sardinien, Sizilien).

Italien ist Mitglied der NATO, der Vereinten Nationen (UNO) und Gründungsmitglied der Europäischen Union.